Geschichte der Stadt Rouen
Die Vorgeschichte von Rouen reicht bis ins 9. Jahrtausend vor Christus zurück. Die Römer gründeten die Römer um 100 nach Christus eine Stadt namens Rotomagus dort, wo heute Rouen liegt. 300 Jahre später wurde die Stadt zum Bischofssitz. Einige imposante Kirchen zieren auch heute noch das Stadtbild. Dazu zählen zum Beispiel die Basilika Saint-Ouen, die Kathedrale von Rouen, die Kirche Ste-Jeanne-d’Arc und die L’église Saint-Maclou. Auch die Wikinger hinterließen ihre Spuren in Rouen. 841 nach Christus überfielen sie die Stadt und erhielten sie 70 Jahre später per Vertrag. Danach wurde sie zur Hauptstadt der Normandie. 1204 wurde Rouen durch französische Truppen zurückerobert. Im Jahr 1419 während des 100-jährigen Kriegs wurde Rouen durch Heinrich V. von England eingenommen. Zu dieser Zeit ereignete sich auch die Verurteilung und Verbrennung der heiligen Jeanne d'Arc. Erst 1449 konnte Frankreich Rouen zurückerobern. Zu dieser geschichtsträchtigen Zeit entstanden auch einige wichtige und noch bis heute erhaltene Bauwerke in Rouen. Dazu zählt beispielsweise das 1348 errichtete Pest-Beinhaus L’aître Saint-Maclou, das mit Schnitzereien von Totentanzszenen umschlossen ist. Auch die Tour Jeanne d’Arc hat ihren Ursprung in dieser Zeit. Dies ist Ruine der Burg, in der Jeanne d'Arc seinerzeit von Richtern verhört wurde. 1509 wurde dann der Palais de Justice errichtet.
Während des zweiten Weltkriegs wurde Rouen von deutschen Truppen besetzt, bis die Stadt 1944 wieder zu Frankreich gehörte. Zu dieser Zeit wurden während der Bombardierungen einige Bauwerke Rouens zerstört. So zum Beispiel die Seine-Brücken und der Güterbahnhof. Alles wurde aber wieder aufgebaut. Für den geschichtsinterressierten Reisenden ist Rouen mit seinen vielen historischen Bauwerken ein Genuss. Alle historischen Gebäude erfahren regelmässige Instandhaltung und beeindrucken durch ihren hervorragendem Zustand. Zum Einsatz kommen bei den Renovierungen und Reparaturen zumeist spezielle Fahrgerüste, mit denen die Fassaden ganzer Strassenzüge bearbeitet werden können. Typisch für Rouen und sein Hinterland ist die dort anzutreffende Fachwerkbauweise. In Rouen findet man einen kompletten Stadteil mit Fachwerkhäusern. Typisch hier sind die, anders als in Deutschland, sehr dünnen und dicht nebeneinander stehenden Streben. Sie sind mit reichen Schnitzereien versehen. Auch ganze Fachwerkgehöfte sind in der Normandie nicht selten. Dort sind Wohnhaus und Scheunen im Fachwerkstil erbaut.